Freitag, 20.11.
19:00

Phil Donkin – Bring A Friend

Hoax Quartet

Kris Davis Trio feat. Robert Hurst & Jim Black

Samstag, 21.11.
19:00

David Virelles KLAENG Project

Laura Perrudin Solo

The Zawose Queens

Sonntag, 22.11.
19:00

Signe Emmeluth's  Amoeba

David Virelles Solo Piano

Chris Potter Trio feat. Matt Brewer & Kendrick Scott

Artist in Residence 2026

David Virelles

Ein Ausnahmepianist, eine einmalige Residency – und erstmals eine Kooperation über die Grenzen des KLAENG Festivals hinaus:

Der kubanische Pianist und Komponist David Virelles zählt zu den wichtigen Stimmen der internationalen Gegenwartsmusik. Aufgewachsen in Santiago de Cuba zwischen afrokaribischen Traditionen und klassischer Ausbildung, entwickelte er eine unverwechselbare musikalische Sprache, die Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Seit seinem Umzug nach Nordamerika prägt er die kreative Musikszene New Yorks mit Werken, die sich jeder Schublade entziehen. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er zuletzt mit den Auftragswerken ORO für die Carnegie Hall und Vaivén für den Pierre Boulez Saal. Seine vielfach ausgezeichneten Aufnahmen, darunter die Reihe The Singer’s Grove, verbinden musikalische Forschung, kulturelles Erbe und künstlerische Innovation zu einem außergewöhnlichen Klanguniversum. Als Steinway Artist, Guggenheim Fellow und Professor an der Zürcher Hochschule der Künste steht Virelles für eine Musik, die Tradition nicht nur bewahrt, sondern lebendig weiterdenkt.

Im Rahmen der KLAENGresidency 2026 verbindet sich David Virelles gleich mit zwei Spielstätten in NRW. Gefördert durch die Kunststiftung NRW ist er neben den Festival-Konzerten in Köln sowohl solo als auch mit seinem neu formierten KLAENG Project im LOCH in Wuppertal zu erleben.

David Virelles M © Dikayl Rimmasch
Phil Donkin – Bring a Friend

Freitag, 20.11.
19:00

Phil Donkin – Bring A Friend

Ein Bus auf großer Fahrt: Menschen steigen ein, andere aus, manche kehren zurück. Mit jedem Halt verändern sich Dynamik, Stimmung und Gespräche – doch eine Konstante bleibt: der Fahrer. Dieses Bild steht im Zentrum von Bring A Friend, dem neuen Projekt des in Berlin lebenden Bassisten und Komponisten Phil Donkin. Wie ein souveräner Lenker führt er ein hochkarätiges Ensemble durch musikalische Landschaften voller Begegnungen, Reibungen und überraschender Wendungen. Die Besetzung wechselt von Stück zu Stück, Stimmen treten hervor, verschwinden wieder und formen immer neue Konstellationen. Zusammenhalt entsteht dabei nicht durch Gleichklang, sondern durch das kreative Zusammenspiel unterschiedlicher Persönlichkeiten. Getragen von einem markanten Bassfundament entfaltet sich eine Musik, die komplexe Strukturen mit unmittelbarer Emotionalität verbindet. Mal entstehen intensive Dialoge, mal hitzige Debatten, dann wieder Momente konzentrierter Aufmerksamkeit. Bring A Friend ist ein lebendiges Klangporträt menschlicher Begegnungen – intelligent, vielschichtig und voller dramaturgischer Raffinesse. Ein Jazzprojekt, das das Leben in all seiner Dynamik, Widersprüchlichkeit und Schönheit hörbar macht.

Phil Donkin – Double Bass
James Maddren – Drums
Clara Vetter – Piano
Felix Hauptmann – Fender Rhodes and Synths
Evi Filippou – Vibraphone
Jeremy Viner – Tenor Saxophone
Bastian Stein – Trumpet

Hoax Quartet

Was ist Original, was Kopie? Wo endet Tradition und wo beginnt Innovation? Das HOAX Guitar Quartet widmet sich diesen Fragen mit Neugier, Experimentierfreude und einem unverwechselbaren künstlerischen Profil. Der Name „HOAX“ – ein Trugbild, das als Wahrheit erscheint – steht dabei für die Lust am Überraschenden, Mehrdeutigen und Herausfordernden. Seit 2017 erforschen die vier Gitarrist:innen neue Ausdrucksformen zeitgenössischer Musik und verbinden virtuoses Spiel mit ungewöhnlichen Spieltechniken, elektronischen Klängen und audiovisuellen Elementen. Das aktuelle Projekt RELIC rückt das Ensemble musikalische Fundstücke, Samples und Klangobjekte in den Fokus. Entlang der Spannungsfelder von kultureller Aneignung, Erinnerung und Neuerfindung entstehen faszinierende Klangräume zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Werke von Steve Reich, Elena Rykova, Jannik Giger und Jana De Troyer verweben Minimalismus, Collage und elektronische Ästhetik zu einem vielschichtigen Konzerterlebnis. Ein Abend voller klanglicher Entdeckungen, der vertraute Hörgewohnheiten hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet.

Jinhee Kim – Guitar
Agustin Nazzetta – Guitar
Damiano Pisanello – Guitar
Tobias Krebs – Guitar

HOAX Quartet © Daniele Caminiti
Kris Davis © Peter Gannushkin – DowntownMusic.net

Kris Davis Trio feat. Robert Hurst & Jim Black

Kaum eine andere Künstlerin prägt den zeitgenössischen Jazz derzeit so nachhaltig wie die Grammy-prämierte Pianistin und Komponistin Kris Davis. Als kreative Grenzgängerin, Labelgründerin, Pädagogin und Bandleaderin verbindet sie visionäre Kompositionen mit radikaler Offenheit für den Moment. Die von der New York Times als "wegweisende Stimme der Szene" gefeierte Künstlerin präsentiert gemeinsam mit Robert Hurst und Jim Black ihr aktuelles Albums Run the Gauntlet. Das Projekt würdigt sechs wegweisende Pianistinnen, deren künstlerische Vision und Beharrlichkeit Maßstäbe im aktuellen Jazz gesetz haben. Zwischen Struktur und Spontaneität entsteht ein hochdynamischer Dialog, der Tradition und Innovation souverän verbindet. Das Ergebnis ist ein fesselnder, hochaktueller Sound: intelligent, kraftvoll und voller kreativer Abenteuerlust.

Kris Davis – Piano
Robert Hurst – Bass
Jim Black – Drums

Samstag, 21.11.
19:00

David Virelles KLAENG Project

Die KLAENGresidency von David Virelles ermöglicht das Erleben eines ganz besonderen Projekts: das KLAENG Project gibt es exklusiv im Rahmen seines Aufenthalts in Köln und Wuppertal zu hören. Virelles verzichtet darin bewusst auf ein Schlagzeug und schafft dadurch einen Klangraum von großer Transparenz und Offenheit. Für dieses besondere Setting tut er sich mit drei herausragenden Stimmen des europäischen Jazz zusammen: den beiden KLAENGstern Sebastian Gille (Sopran- und Tenorsaxofon) und Robert Landfermann (Kontrabass) sowie dem Berliner Gitarristen Ronny Graupe. Im musikalischen Dialog begegnen sie sich auf Augenhöhe – neugierig, impulsiv und mit dem Mut, den Moment entstehen zu lassen.

David Virelles – Klavier
Sebastian Gille – Sopran- und Tenorsaxophon
Ronny Graupe – Gitarre
Robert Landfermann – Kontrabass

David Virelles © Dikayl Rimmasch
Laura Perrudin 800×800

Laura Perrudin Solo

Zwischen Zupfen und Zauber, zwischen Stille und Sog: Laura Perrudin kehrt mit ihrem fünften Album „Tempus" zurück – und stellt es exklusiv im Solo-Format vor. Die französische Harfenistin, Sängerin, Komponistin und Produzentin hat sich längst einen Namen als Grenzgängerin zwischen Pop, Jazz und Elektronik gemacht. Seit ihrem gefeierten Debüt „Impressions" (2015) verfolgt die internationale Presse – von „Le Monde" bis zur BBC – ihren Weg mit wachsender Bewunderung. Mit „Tempus" wagt sie nun eine radikale Rückbesinnung: Nach Jahren elektronischer Klangforschung taucht die Bretonin zurück in die akustische Welt ihrer Kindheit ein. Gezupfte, präparierte, manipulierte Saiten werden zum Ausgangsmaterial eines imaginären Folk – intim, reduziert, von hypnotischer Klarheit. Ihre Texte, mal französisch, mal englisch, entfalten sich wie Traumfragmente zwischen Wachsein und Schlaf. An diesem Abend steht Laura Perrudin ganz allein auf der Bühne – nur sie, ihre Instrumente und die Zeit selbst als unsichtbare Partnerin. Ein Konzert, das Nähe und Präzision zu einem seltenen Klangerlebnis, voll von betörender Intensität zwischen Erinnerung und Erfindung verschmilzt.

Laura Perrudin – Stimme, Harfe, Gitarre und Ukulele 

The Zawose Queens

 Mit ihrer Musik erschaffen The Zawose Queens einen faszinierenden Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Pendo und Leah Zawose führen die jahrhundertealte Klangtradition der Gogo aus Zentral-Tansania in eine neue Ära: schwebende Chizeze-Geige, pulsierende Illimba, kraftvolle Ngoma-Trommeln und ihr vielstimmiger Gesang verschmelzen mit feinen elektronischen Texturen zu einem ebenso erdigen wie zeitgenössischen Sound. Ihre Songs – gesungen in Kigogo – erzählen von der Kraft der Musik, der Schönheit des Lebens und der tiefen Verbundenheit mit Natur, Gemeinschaft und Herkunft. Mit ihrem Debütalbum Maisha treten die Frauen der legendären Zawose-Familie erstmals als Frontfrauen ins Rampenlicht und verbinden das musikalische Erbe ihres Vaters und Großvaters Dr. Hukwe Zawose mit einer selbstbewussten, modernen Vision.

Pendo Zawose
Lea Zawose

The Zawose Queens © Michael Mbwambo
Signe Emmeluth’s Amoeba  © Chloë Delanghe

Sonntag, 22.11.
19:00

Signe Emmeluth's  Amoeba

Signe Emmeluth’s Amoeba zählt zu den spannendsten Formationen im aktuellen skandinavischen Jazz. Die dänisch-norwegische Saxofonistin entfaltet mit ihrem Quartett einen faszinierenden Sound zwischen Komposition und freier Improvisation – mal filigran und schwebend, mal voller explosiver Energie. Nach Jahren gemeinsamer Konzerte agiert die Band mit beinahe telepathischer Präzision: vier Musiker:innen, ein musikalischer Organismus. Ihr aktuelles Album With Love verbindet kühne Klangwelten mit großer Offenheit und emotionaler Tiefe. Gemeinsam mit Christian Balvig, Karl Bjorå und Ole Mofjell erschafft Emmeluth einen ebenso mutigen wie mitreißenden Jazz, der Grenzen verschiebt und lange nachhallt.

Signe Emmeluth – Sax, Composition
Karl Bjorå – Guitar
Christian Balvig – Piano, Synth
Ole Mofjell – Drums

David Virelles Solo Piano

Zum Abschluss seiner KLAENGresidency 2026 spielt David Virelles ein Solokonzert: ein Mensch, ein Flügel, ein fortlaufender musikalischer Gedanke. Der Pianist begreift das Klavier als uraltes Instrument – und nähert sich ihm entsprechend. Statt auf reine Virtuosität setzt er auf Klangfarbe, Anschlag und Pedalisierung, mit denen er dem Flügel Obertöne und Resonanzen entlockt, die an Daumenklaviere, Harfen und Trommeln erinnern. Kubanische Traditionsmusik, afrikanische Tasten-Idiome und die improvisatorische Offenheit des zeitgenössischen Jazz verschränken sich zu einem Klanguniversum, das zwischen Komposition und freier Improvisation changiert.

David Virelles – Piano

David Virelles © Ogata
Chris Potter Trio feat. Matt Brewer & Kendrick Scott © Takhiko Tokiwa

Chris Potter Trio feat. Matt Brewer & Kendrick Scott

Wenn Chris Potter die Bühne betritt, wird Jazz zur Gegenwart – kompromisslos kreativ, virtuos und voller Energie. Als einer der prägendsten Saxofonisten unserer Zeit begeistert der Grammy-nominierte Ausnahmemusiker mit unverwechselbarem Sound, grenzenloser Fantasie und einer Spielfreude, die jedes Konzert zu einem Ereignis macht. Ob als Bandleader oder an der Seite von Ikonen wie Herbie Hancock, John Scofield oder Dave Holland – Potter setzt seit Jahren Maßstäbe. Für sein neues Trio hat er zwei der spannendsten Stimmen des modernen Jazz versammelt: Bassist Matt Brewer und Schlagzeuger Kendrick Scott. Gemeinsam entfalten sie einen elektrisierenden musikalischen Dialog voller Raffinesse, Dynamik und spontaner Improvisation. Ein Trio von Weltformat – und eines der unbestrittenen Konzert-Highlights in diesem Jahr.

Chris Potter – Saxophone
Matt Brewer – Bass
Kendrick Scott – Drums

Freitag, 20.11.2026

★ Phil Donkin – Bring A Friend

★ HOAX Quartet

★ Kris Davis Trio

Samstag, 21.11.2026

★ David Virelles KLAENG Project

★ Laura Perrudin Solo

★ The Zawose Queens

Sonntag, 22.11.2026

★ Signe Emmeluth's Amoeba

★ David Virelles Solo Piano

★ Chris Potter Trio

Festivalpass (limitiert)

Tagesticket Plus (limitiert)

Sitzplatz reserviert.

Tagesticket

Freie Platzwahl, teilbestuhlt.

Einlass & Abendkasse 18:00 Uhr
Beginn 19:00 Uhr

Vielen Dank an unsere Förderer für die großartige Unterstützung

Logobar-KLAENG-Festival-2026

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